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Ereignisse | 2016Kunstwanderung von Brigels nach Waltensburg 10.09.2016

Kunstwanderung von Brigels nach Waltensburg 10.09.2016

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Reich geschmückte Kirchen und Kühe in der Surselva

Die Verschiebung der Kunstwanderung vom Juni auf den September hatte sich doppelt gelohnt. Strahlendes Spätsommerwetter und der selbst für die Reiseleiterin überraschende Alpabzug sorgten für einen unvergesslichen Tag.

Schon die festliche Stimmung im übervoll besetzten Postauto liess erahnen, dass in Brigels etwas Spezielles los war. Sympathische Schülerinnen, die fliessend sowohl Sursilvan als auch Deutsch sprachen, lüfteten das Geheimnis: Am 10. September war Alpabzug. Kuhglocken und Alphörner tönten vom Festplatz her. Elisabeth Heuberger war gefordert, alles unter einen Hut zu bringen. Trotzdem durften der Blick in die Pfarrkirche mit den prunkvollen Altären und eine kurze Kaffeepause nicht fehlen.

Während des Dorfrundgangs konnten die drei bekanntesten Kapellen

besichtigt werden. Der für ein Bergdorf ausserordentliche Reichtum an Kunstschätzen, der jedoch typisch ist für Passrouten, versetzte die Gruppe ins Staunen.

In Erinnerung bleiben von der zierlichen St. Jakobskapelle die Aussenfresken und die spätgotische Leistendecke mit kunstvoller Mittelrosette, von der Kapelle St. Martin der übergrosse Christophorus, der Schutzpatron der Reisenden, auf der Eingangsfassade, eine weitere schmucke Holzdecke und der leuchtende spätgotische Flügelaltar. Für den kurzen, steilen Aufstieg zur hoch über dem Dorf thronenden Kapelle des St. Eusebius (Sogn Sievi) wurde die Gruppe mehrfach belohnt. Das Glanzstück der reichen Ausstattung ist der Flügelaltar von 1486 des Memminger Meisters Ivo Strigel. Ebenfalls eindrücklich ist das grosse, mit überschwänglicher Fantasie gemalte Dreikönigsbild der Seregneser Künstler. Der Kraftort mit Aussicht auf das Dorf, den See und die gegenüberliegende Talseite lud auch fürs Picknick ein.

Der Abstieg ins Dorf fiel mit dem Alpabzug zusammen. So konnten auf der Wiese vor dem Festplatz viele mit Blumen und Glocken geschmückte Kühe bewundert werden.

Nun war es endgültig Zeit für die Wanderung. Der bequeme Höhenweg, der mit dem Bündner Jakobsweg zusammenfällt, führte über Alpweiden zum Rastplatz mit Pilgerbrunnen. Nach kurzer Pause erblickte man bald von weitem das Tagesziel, den Kirchturm von Waltensburg. Vor der Busfahrt ins Dorfzentrum reichte die Zeit gerade noch für ein Getränk oder ein Eis in der Gartenwirtschaft des Hotels Ucliva.

Mit den berühmten Fresken des Waltensburger Meisters in der reformierten Kirche folgte der Höhepunkt des Ausflugs. Die tiefempfundenen und ausgewogenen Darstellungen der Passionsgeschichte liessen niemanden unberührt.

Zwei unermüdliche Damen machten in der letzten freien Stunde auf Anregung von Elisabeth einen Abstecher zum Jörgenberg, der grössten Burgruine des Tals mit dem gut erhaltenen romanischen Turm der ersten Kirche des Dorfes.

Per Bahn und Bus kehrte die müde, aber zufriedene Schar wohlbehalten ins Surbtal zurück.

 

20.09.2016/Elisabeth Heuberger