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Ereignisse | 201211vo11 vom 2. September 2012, Träumst du noch oder lebst du schon?

11vo11 vom 2. September 2012, Träumst du noch oder lebst du schon?

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11vor11-Gottesdienst „Träumst du noch oder lebst du schon“

TEGERFELDEN – Träume sind, ob wir es wahrhaben wollen oder nicht, Teil unseres Lebens und damit unserer Realität. Sie erscheinen unaufgefordert des Nachts, aber wir erlauben es uns auch bisweilen, eigene Wünsche in den Tag hinein zu projizieren. In beiden Fällen stellt sich stets die Frage: sind diese (Tag-)Träume lediglich Schäume, wie es im entsprechenden Sprichwort heisst, oder sind damit auch Aufträge oder Verheissungen unseres Herrn an uns verknüpft? Genau dieser Frage wurde am 11vor11-Gottesdienst des ersten Septemberwochenendes nachgegangen.

 

Der Alltag lässt Träume oft nicht zu

Kurz nach dem durch die 11vor11-Band vorgetragenen Welthit I Have a Dream von ABBA führte das Kreativteam auf witzige Art und Weise ins Thema des Gottesdiensts ein. Für einmal wurde an der Grossleinwand ein Film laufen gelassen, der ein buntes Gemisch von Träumen der Hauptdarstellerin Mary-Jane Isenegger zeigte. Da waren allerlei Sequenzen zu sehen, die von fernen Ferien bis zu Streitigkeiten am Arbeitsplatz reichten. Letztere verdeutlichten den Umstand, dass Träume durchaus auch Fingerzeige fürs Leben enthalten konnten, die umzusetzen oft viel Mut erforderte.
Im Anschluss an die in den Gottesdienst integrierte Taufe traten Guido Kehl und Pfarrer Johannes Hug im Rahmen des Inputteils nach vorne. Während dieser Sequenz wurde rasch deutlich, dass der Alltag die Realisierung von persönlichen Träumen oft nicht zulässt. Hauptgrund dafür ist der uns ständig beherrschende Zeitdruck: Dauernd scheinen wir zu glauben, dass die Erledigung unmittelbar bevor stehender oder auch langfristiger Pendenzen jeglichen Träumen und Wünschen einen Riegel schiebt. Auch stellt sich uns oft die Frage, wie sich unser Umfeld dazu stellt, wenn wir mutig vorwärts schreiten und offen zugeben: „Im Fokus steht für mich dieser oder jener Traum, den ich unbedingt realisieren will.“ Die Sorge um ein mitleidiges Kopfschütteln oder eine ähnliche Reaktion unseres Gegenübers erstickt oft jegliche Aufbruchsstimmung im Keime.
Die Bibel hingegen vermittelt uns dahin gehend etwas ganz anderes. Das bekannteste Beispiel ist jenes vom Stammvater Abraham, dem in hohem Alter in einem Traum verheissen wird, er werde noch einmal Vater. Er zweifelt keinen Moment daran, und das „Wunder“ wird Tatsache. Auch sonst ruft die Bibel an verschiedenen Stellen dazu auf, mutig vorwärts zu schreiten, und nicht zaghaft durch das Leben zu gehen.

 

Eine ganz persönliche Frage

Natürlich standen nicht nur entsprechende Bibelstellen im Zentrum des Inputteils, auch persönliche Erfahrungen fanden ihren Platz. Guido Kehl sprach Pfarrer Hug entsprechend auf den bevor stehenden Wechsel im Pfarramt an. Er betonte, dass doch in der reformierten Kirchgemeinde Tegerfelden alles sehr gut laufe, da stelle es doch ein erhebliches Risiko dar, all das Erreichte der letzten zehn Jahre hinter sich zu lassen und zu neuen Ufern aufzubrechen. Johannes Hug bestätigte denn auch, dass die Zeit bis zur definitiven Entscheidung bisweilen nicht einfach gewesen sei. Auch brauche es Mut, wirklich auf seine innere Stimme zu hören, und nicht unzählige scheinbar rationale Gründe in den Vordergrund zu lassen. Nachdem der definitive Entscheid gefallen war, war es für die Familie Hug klar, dass es kein Zurück mehr geben konnte. Auch hat es nie an der Überzeugung gefehlt, dass man in Bezug auf das „Wie“ stets auf Gott zählen könne.
Den Grundgedanken des Gottesdiensts, auf seine innere Stimme zu hören und das eigene Leben in die Hände zu nehmen, nahm zum Schluss die 11vor11-Band nochmals auf: Die Kernaussage von Frank Sinatras My Way ist, sein Leben in die eigenen Hände zu nehmen und dabei auch den Mut zu haben, vom so genannten Mainstream abzuweichen.

Der nächste 11vor11-Gottesdienst findet am Sonntag, 28. Oktober, zum Thema „Gott sei Dank – wem denn sonst!“ in der Kirche Tegerfelden statt. Die weiteren Daten und Themen für das Jahr 2012 finden Sie unter 11vor11.

 

Stephen Livingstone, Tegerfelden