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Ereignisse | 2020Struckturen für einen guten kirchlichen Religionsunterricht

Struckturen für einen guten kirchlichen Religionsunterricht

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Strukturen für einen guten kirchlichem Religionsunterricht

 

Reformierte Kirchgemeinde Tegerfelden passt Unterrichtskonzept an

 

 

Der Strukturwandel macht auch vor dem Kirchlichen Religionsunterricht nicht halt. Die Einführung des Lehrplans 21 auf das neue Schuljahr hat die Kirchgemeinde Tegerfelden zum Anlass genommen ihr Unterrichtskonzept in der Primarschule zu überarbeiten.

Vom gesellschaftlichen und schulischen Strukturwandel ist auch der kirchliche Religionsunterricht betroffen. Die Auswirkungen sind auch in der Kirchgemeinde Tegerfelden spürbar, zu deren Gemeindegebiet die politischen Gemeinden Lengnau, Endingen, Baldingen und Tegerfelden gehören. Der Besuch des kirchlichen Religionsunterrichts ist für reformierte Schülerinnen und Schüler nicht mehr selbstverständlich. Zudem sind die Erwartungen an den konfessionellen Religionsunterricht gestiegen: Der Unterricht soll spannend sein und Spass machen, die Unterrichtenden charismatisch und die Unterrichtszeit soll möglichst nicht mit Freizeitaktivitäten konkurrieren. Das schulische Umfeld hat sich verändert und wird sich auch weiter verändern. Bereits jetzt gestaltet es sich für die Kirchgemeinde herausfordernd, Zeitfenster und Räume im Rahmen des Stundenplans zur Verfügung gestellt zu bekommen. Dies ist den äusseren Rahmenbedingungen geschuldet und liegt nicht an der Zusammenarbeit der Schulen mit der Kirchgemeinde. Diese ist im Surbtal gut und verständnisvoll. Aufgrund der äusseren Rahmenbedingungen bleiben dennoch oft nur wenig attraktive Randzeiten am frühen Morgen oder am Nachmittag. Darüber hinaus kommt es bei Räumlichkeiten in den Schulhäusern zu Engpässen. Mit der Einführung des Lehrplans 21 auf das neue Schuljahr 2020/21 im Kanton Aargau wird sich dieses Problem besonders im Bereich der Primarstufe noch verschärfen. Weniger stark vom Strukturwandel ist der Unterricht in der 6.und 7. Klasse sowie der Konfirmandenunterricht betroffen. Denn dieser Unterricht findet bereits jetzt ausserhalb des Stundenplans statt.

 

Rahmenbedingungen für guten Religionsunterricht anpassen

Diese veränderte Ausgangslage hat die Kirchenpflege der Kirchgemeinde Tegerfelden zum Anlass genommen, das aktuell gültige Konzept für den Religionsunterricht in der Primarschule unter die Lupe zu nehmen. Dabei verfolgt sie das Ziel, die bestmöglichen Rahmenbedingungen für einen guten Religionsunterricht zu bieten. Dafür wurde von der Ressortverantwortlichen Susanne Birchmeier und Pfarrerin Birgit Wintzer im September eine Arbeitsgruppe ins Leben berufen. Diese verfolgt den Auftrag, zum neuen Schuljahr einen Lösungsvorschlag zu erarbeiten. Die Arbeitsgruppe besteht neben den beiden aus den Katechetinnen Tonia Egloff und Katrin Morf sowie der Religionslehrerin Monika Thut. Monika Thut ist in der Kirchgemeinde für den Blockunterricht in der 6.und 7. Klasse zuständig und ist zugleich bei der Aargauer reformierten Kirche für den kirchlichen Religionsunterricht verantwortlich. So hatte die Kirchgemeinde das Glück eine Fachfrau für den Prozess zu gewinnen. Dank ihrer Kompetenz und des Einsatzes aller konnte die Gruppe auch sehr schnell der Kirchenpflege eine Überarbeitung des Unterrichtskonzepts vorstellen.

 

Präsenz am Lernort Schule und Einführung von Blockunterricht

Dieses angepasste Konzept gestaltet sich folgendermassen: Das Unterrichtsangebot in der 1./2. Klasse bleibt unverändert. Der Unterricht umfasst wie bisher eine Wochenlektion bzw. eine Doppellektion alle zwei Wochen in den Schulhäusern. Grössere Anpassungen wird es in der Mittelstufe geben. Neu findet auch in den Klassen 3 bis 5 der Unterricht in Blöcken statt. Geplant sind vier Blöcke a 120 Minuten, sowie ein längerer Thementag am Samstag. Durchgeführt werden die vier Blöcke an zwei Schulstandorten zu unterschiedlichen Zeiten ausserhalb des Stundenplans.

 

Eltern in Veränderungsprozess mit einbezogen

Das neue Unterrichtskonzept wurde Eltern und weiteren Interessierten im Rahmen eines gut besuchten Infoabends am 13. Februar vorgestellt. Im Rahmen des Abends wurden die Eltern in den Veränderungsprozess eingebunden. Sie wurden um eine schriftliche Stellungnahme gebeten, mit dem Ziel den bestmöglichen Zeitrahmen für die 4 Blöcke zu finden. Die Arbeitsgruppe wertet diese Umfrage momentan aus, und richtet das Unterrichtsangebot dann nach den Bedürfnissen der Familien aus. Grundsätzlich werden die Veränderungen in der Mittelstufe begrüsst und das Engagement verdankt. Lediglich für den Unterricht in der 1./2. Klasse war der Wunsch nach einem Verbleib während der Blockzeiten deutlich.

 

Stärkung des Angebots in der Freizeit

Darüber hinaus wird die Kirchgemeinde Tegerfelden das Angebot für Kinder stärker als bisher mit dem Religionsunterricht vernetzen. Dies wird auch über die Person der Katechetin gehen, die neu Aufgaben im Bereich der freiwilligen Kinderarbeit der Kirchgemeinde übernimmt. Ab dem neuen Schuljahr wird daher nur noch eine Katechetin für diesen Unterricht angestellt. So ist auch trotz eines kleineren Unterrichtsangebots dafür gesorgt, dass sich eine vertrauensvolle Beziehung zu den Kindern entwickeln kann. Die Kirchenpflege ist dankbar, dass die Endinger Katechetin Tonia Egloff bereit ist, dieses neue Aufgabenprofil auszufüllen.

 

Weichen für Praxistest sind gestellt

So sind bereits jetzt in der Reformierten Kirchgemeinde Tegerfelden grundlegende Weichen für den Start ins neue Schuljahr gestellt, auch wenn der Stoffplan noch den neuen Rahmenbedingungen angepasst werden muss. Allen Beteiligten ist klar, dass sich das neue Modell im Praxistest bewähren muss und unter Umständen Anpassungen vorgenommen werden müssen. Von daher ist sowohl Tonia Egloff als neue Katechetin, Pfarrerin Wintzer sowie Susanne Birchmeier als Ressortverantwortliche für Rückmeldungen und das Mitdenken der Eltern dankbar.

 

(BiWi)