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Ereignisse | 2013Abendmahlsfeier am Gründonnerstagabend

Abendmahlsfeier am Gründonnerstagabend

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Abendmahlsfeier am Gründonnerstagabend

Einen Anhänger in Kreuzform mit den Symbolen des Abendmahls, einem Brot und einem Fisch, war das Geschenk, welches die reformierten Drittklässler des Surbtals zur Erinnerung an diesen Gründonnerstag-Abend von ihren Katechetinnen Edith Rimann und Cornelia Meier im Namen der Kirchgemeinde Tegerfelden erhalten haben: Wir erinnern uns besser, wenn wir Erlebnisse und Erkenntnisse an Gegenstände und Handlungen knüpfen. So kann der Anhänger helfen, die Erinnerung an die erste offizielle Feier des Abendmahls zu erhalten, welches wir Christen wiederum in Erinnerung an das Leben und Wirken von Jesu feiern, damit wir nicht vergessen, dass wir handeln sollen, können, dürfen oder müssen.

Ueber die Bedeutung des Abendmahls haben sich die Kinder im Religionsunterricht Gedanken gemacht. Der Grundsatz „Teile git Chraft“ wurde erkannt und in ein Theater- und Erzählspiel umgesetzt. Der Bäcker von Paris erkennt die Sorge einer Mutter um ihre verunfallte Tochter. Gemeinsam essen sie jeder ein Stück Brot, in Gedanken bei dem verletzten Kind. Die Anteilnahme des alten Bäckers an ihrem Leid gibt der Mutter Kraft. Geteiltes Leid, ist halbes Leid, und im Verlauf der Szene wird es noch ein bisschen kleiner, weil eine weitere Person in den Kreis der beiden Brot-Essenden tritt und ebenfalls bereit ist, mit zu tragen. Der Bäcker schafft es mit seinem Ritual, auch einen wütenden Vater mit seinem Sohn zu versöhnen. Einer allein ist schwach und verletzlich, zusammen sind wir stark und einander Stütze.

Das zeigte Pfarrer Christian Landis, Stellvertreter der Pfarrstelle im Teilpensum, in seiner Predigt ganz praktisch und handfest an ein paar Holzspänen. Einen Span allein vermag man ohne grossen Aufwand zu brechen. Vier, fünf Späne zusammen lassen sich nicht mehr so leicht, wenn überhaupt noch, brechen!

Teilen, was auch immer, und dadurch Freunde und Halt zu gewinnen, das macht stark, gibt eben Kraft. Aus wenig wird viel.

Die Feier wurde bereichert durch das Spiel von Barbara Sollberger an der Orgel und Stephan Rimann am Euphonium. Einer verhalf dem anderen mit seinem Instrument zu strahlender Musik.

Höhepunkt des Gottesdienstes war natürlich das Abendmahl selber, vorbereitet von Ute Baldinger. Die  Gottesdienstbesucher stellten sich in einem grossen Kreis, rund um die Kirchenbänke, auf und im Kreis wurden Brot und Traubensaft gereicht. Eindrücklich war das gemeinsame Beten des Vaterunsers in diesem Menschenkreis, geborgen und umschlossen von der Kirche und warmen Lichtern.

Wer noch etwas weiter die Gemeinschaft geniessen wollte, hatte dazu die Gelegenheit beim anschliessenden Kirchenkaffee, welcher in verdankenswerter Weise vom entsprechenden Team vorbereitet worden war.

(eh)