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Ereignisse | 201311vor11 vom 27.10.2013, Das letzte Hemd hat keine Taschen

11vor11 vom 27.10.2013, Das letzte Hemd hat keine Taschen

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11vor11-Gottesdienst „Das letzte Hemd hat keine Taschen“

Die reformierte Kirche war am vergangenen Sonntag einmal mehr fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Dies lag nicht zuletzt am Umstand, dass in den mittlerweile zur Tradition gewordenen 11vor11-Gottesdienst die zwei Taufen von Mathis Harder und Luca Schena integriert wurden.

 

Taufe und Tod als scheinbarer Widerspruch

Auf den ersten Blick schien das Thema des Gottesdiensts, „Das letzte Hemd hat keine Taschen“ so überhaupt nicht zu den Taufen zu passen. Auch das von der 11vor11-Band eingangs vorgetragene Lied von Mundartrocker Polo Hofer „S letschte Hämd hät keini Säck“ verdeutlichte vor  allem eins: Wenn wir einmal diese Erde verlassen müssen, dann haben wir keine Reichtümer, die wir mitnehmen können. Das angesprochene Hemd ist wie gesagt ohne Taschen. Trotzdem ist es so, dass historisch gesehen ein Zusammenhang zwischen Taufe und Tod besteht. Das im Fokus stehende Hemd wird nämlich schon bei der Taufe verwendet, die im Gegensatz zu heute früher bei erwachsenen Menschen durchgeführt wurde. Dieses Hemd wurde danach sorgfältig aufbewahrt und dem Menschen bei dessen Hinschied wieder angezogen.

Andrang vor dem Himmelstor

Gewürzt mit einer ordentlichen Portion Humor nahm anschliessend auch das Kreativteam den Gedanken des letzten Hemds wieder auf. Da begehrten gleich zwei Menschen Einlass ins himmlische Reich, dieser blieb ihnen aber verwehrt. Zum einen waren die Öffnungszeiten des Tores sehr begrenzt – beispielsweise war der Sonntag ganz geschlossen – zum andern löste die Art und Weise, wie denn dort einzutreten sei, eine ordentliche Kontroverse aus. Insbesondere weigerte sich eine reiche Königin standhaft dagegen, auch nur einen Bruchteil ihres Vermögens zurückzulassen. Geschweige denn liess sie sich davon überzeugen, ganz ohne irgendwelchen Reichtum eintreten zu wollen. Eine gewisse Klärung brachte ein Engel, der zwar betonte, er würde einen solchen Zutrittsentscheid nicht selber fällen. Er zeigte sich aber felsenfest davon überzeugt, dass Gott die begüterte Königin mit Sicherheit ablehnen würde.

 

Bibel verurteilt Reichtum nicht

Spannende Erkenntnisse zum Thema brachte das Inputteam. Es wurde zwar erkenntlich, dass Gott durch das Bibelwort Reichtum nicht a priori verurteilte. Klar wurde allerdings, dass das Materielle nicht das einzige sein sollte, was den Menschen in seinem Leben antreibt. Der Sinn des Lebens muss jedoch zwingend in immateriellen Werten liegen. Der Mensch soll sich dabei stets vor Augen halten, dass er das Geld nicht mit ins Grab nehmen kann. Wer aber als Christ glaubt, dass es ein Leben nach dem Tod gibt, wird hier auf Erden andere Prioritäten setzen als nur die materiellen. Diese müssen Reichtum zwar nicht komplett ausschliessen, ihm aber einen anderen Stellenwert geben.
 

Stephen Livingstone, Tegerfelden