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Agenda | Aktuelle WocheÖkumenischer Gottesdienst mit Kommunion zum Eidgen. Dank-, Buss- und Bettag

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Ökumenischer Gottesdienst mit Kommunion zum Eidgen. Dank-, Buss- und Bettag

20.09.2020, 10.30 Uhr bis 20.09.2021, 10.30 Uhr

Spornegg Baldingen

 

Ökumenischer Gottesdienst

zum Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag

 

Herzliche Einladung zum Gottesdienst.
Kinder sind herzlich willkommen.
Anschliessend gibt es eine Festwirtschaft durch den Frauenverein.


Der Gottesdienst findet auf der Spornegg statt!

Bei schlechter Witterung findet der Anlass in der Kirche Baldingen statt.

Bei zweifelhafter Witterung gibt am Samstag ab 18.00 Uhr Telefon 1600 Auskunft, wo der Gottesdienst stattfindet.

 

Mitwirkende:
Musikgesellschaft Rekingen

Priester Andreas Stüdli

Pfr. Walter Mäder

 

Coronabedingt können wir leider keinen Fahrdienst anbieten.

 

 

 

Heb Vertruiwe – der Herrgott isch no da

 

Ein Auftritt, der nicht so schnell in Vergessenheit gerät. Es ist schon bald ein Monat her – es war Mitte August, der Sommer zeigte sich von seiner schönsten Seite – da brachte der Jodlerklub Endingen Lieder aus der Jodlermesse von Jost Marty zum Klingen. Der Auftritt der Endinger Jodlerinnen und Jodler unter Leitung von Pius Bessire ist immer ein Erlebnis. Doch in normalen Jahren wäre dieser Gottesdienst schnell wieder in Vergessenheit geraten. In früheren Zeiten auch kaum vorstellbar, dass ihr Auftritt noch ein Monat bis zum Eidgenössischen Dank,- Buss- und Bettag nachwirkt. Doch nicht nur bei uns ist heute alle anders als noch vor einem Jahr. Nicht nur das kirchliche Leben hat sich grundlegend verändert, sondern der Alltag insgesamt. Maskenpflicht, Aerosole, Homeoffice und Homeschooling, Social-Distancing, Risikogebiete und Quarantäneregeln: all diese Worte beschreiben einen Lebensalltag wie in einer neuen Zeitrechnung. In dieser neuen Zeit sind Gesang und insbesondere Chorgesang vor Publikum etwas Aussergewöhnliches. Denn momentan ist nur klar, dass Aerosole, die beim Singen vermehrt ausgestossen werden, eine Rolle bei den Ansteckungen mit Covid 19 spielen. Bekommen wir jedoch in diesen Zeiten die Gelegenheit gute Live-Musik, egal welchen Genres auch immer, zu hören, dann berührt sie Herz und Seele in besonderem Masse.

 

«Dir Herr wemmer singe» - Lieder haben ihre ganz eigene Kraft, sie wollen gesungen und gehört werden. Besonders der Jodel vervielfältigt mit dem Echo in den Bergen seinen Klang. Jodeln ist häufig, und nicht nur in der Jodlermesse von Jost Marty, ein Lobpreis auf die Schöpfung und auf Gott. Wer einen Jodelchor live erleben darf, der spürt durch die Lieder hindurch eine grosse Gelassenheit, allen Stürmen und Unbilden des Lebens zum Trotz. «Dir Herr wemmer singe», gerade jetzt, wo die Fallzahlen wieder steigen, wo so viel nicht zum Singen, Beten oder Danken zumute ist. Doch wer sich öffnet, wer das Gotteslob zulässt, der erfährt eine Verwandlung. In diesem Gottesdienst, wie auch in vielen anderen Gottesdiensten, war und ist das spürbar: Jodeln hat auch eine befreiende Wirkung, auf die Sängerinnen und Sänger wie auch für uns, die Zuhörerinnen und Zuhörer. Jodeln im Tal weitet unser Herz und unsere Sinne. Ein Jodelgottesdienst im Jahr 2020 – in der Zeit von wieder ansteigenden Fallzahlen. Brauchen wir nicht gerade in diesen Zeiten Lieder, die von Gott singen, Lieder die Kraft schenken? Lieder, die Mut machen, auch wenn das Leben schwer ist?

 

«Hesch du einisch Sorge, drück dich s Läbe schwär» Ja, gerade in diesen Zeiten, ja gerade, jetzt, wo so viele Kummer plagt und der Alltag schwer ist. Ja, gerade in diesen Zeiten im Herbst 2020 singen uns die Jodler Lieder vom Vertrauen auf Gott. «Darfsch ja nüd verzage, der Herrgott sich no da». Ja – Gott ist da – auch jetzt. Auch wir als Pfarrpersonen haben keine Antworten darauf, warum es Leid in dieser Welt gibt. Und nicht nur Corona sorgt für Kummer und Sorgen, sondern auch Krankheiten, Gewalt und Kriege. Ja – und trotz alldem, was uns niederdrückt – Gott ist da. Brauchen wir nicht gerade jetzt in diesen Zeiten; Menschen, die uns daran erinnern? Menschen, die davon singen, dass in alldem, was wir als verrückt erleben, Gott da ist.

 

«Heb Vertruie, chasch zueme gah» Menschen singen vom Vertrauen auf Gott – gerade in diesen Zeiten. Was machen die da? Wissen sie eigentlich, was sie singen? Viele Menschen jedoch haben gespürt, dass hier und an allen Orten und zu allen Zeiten, wo Gott auf vielfältige Weise gelobt wird, etwas ganz Wichtiges und Wunderbares geschieht. Verrückt, oder doch vielleicht auch mal richtig, statt immerzu nur die ewigen Probleme zu sehen und zu wälzen.

 

Brauchen wir in der Zeit von Corona nicht viel mehr von jenem Glauben, der sich durch Worte und Lieder Ausdruck verleiht? Wir sind davon überzeugt, dass es eine Portion mehr Vertrauen braucht. Denn nur über das Negative und die Angst werden wir sicherlich nicht weiterkommen, sondern nur die Lebensfreude verlieren.

 

Gott schenke uns deshalb immer wieder einen neuen Blick auf diese Situation, in der wir uns alle befinden, keine Weltflucht oder reine Naivität, aber eben Augen und Stimmen des Glaubens. «Heb Vertruiwe, er lost di aa, heb Vertruiwe, er nimmt di aa, muesch nur Vertruiwe haa.»

 

Birgit und Bernhard Wintzer

(Reformierte Kirchgemeinde Tegerfelden)

mit Worten aus der Jodlermesse von Jost Marty.

 

 

 

 

 

Ökumenischer Gottesdienst mit Kommunion zum Eidgen. Dank-, Buss- und Bettag